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Deutsch

Schreiben

Beschluss der Fachbereichskonferenz im Schuljahr 2012/13

Im Fach Deutsch findet Förderung zum einen innerhalb des normalen Unterrichts statt (als Stichworte seien hier genannt Binnendifferenzierung, gezielteEL-/FL-Aufgaben, Leseförderung) zum anderen außerhalb im Rahmen des schulischen Förderunterrichts und im Rahmen privater Förderung (z. B. durch Frau Wente-Feige).

Im Folgenden werden die Schwerpunkte der Arbeit für die schulischen Förderkurse genannt:

Nachdem die individuelle Leistungsfähigkeit zur Rechtschreibkompetenz getestet wor-den ist, erhalten die entsprechenden SuS des 5./6. Jahrgangs in Kleingruppen bis 6 SuS Förderunterricht, organisiert von Iris Werner und im Allgemeinen durchgeführt von speziell geschulten Lehrkräften. Diese Förderkurse finden parallel zum normalen Unterricht statt.

Im 7. / 8. Jahrgang wird die Förderung der Rechtschreibung zunehmend abgelöst (bzw. in den privaten Bereich verlagert) zugunsten der allgemeinen Schreibkompetenz. Ergänzendes Ziel ist es, die Ausdrucksfähigkeit im Hinblick auf die verschiedenen Schreibanforderungen und Aufgabenformate zu steigern, wozu auch die Unterstützung der Lesekompetenz gehört. Dabei ist VERA 8 zur Bestimmung des Lernstands nützlich.

Für den 5./6. Jahrgang wurde ein Materialpool entwickelt, der den Lehrkräften zur Verfügung steht. Aus Kostengründen wurde bisher auf ein Computer-Lernprogramm verzichtet.

Für den 7./8. Jahrgang bieten sich zur Schreibkompetenz die Hefte ‚Wissen und Können. Standard Deutsch 7./8. Schuljahr Schreiben. Arbeitsheft mit beigelegtem Lösungsheft’ (6,25 €) sowie die „Fördermaterialien Deutsch. Rechtschreibung, Grammatik, Lesen, Schreiben 7./8. Schuljahr. Tests, Kopiervorlagen mit Lösungsblättern und CD-ROM.’ (Im Ordner 49,95€) an. Ebenso kann mit dem Material von VERA 8 gearbeitet werden. Ergänzend sollten in Kursstärke die Leseübungshefte ‚Lese-Lern-Maschine. Band II. 7.-9. Schuljahr (9,95€) vorliegen.

Beschluss der Fachbereichskonferenz und Gesamtkonferenz 2012/2013

(Vgl. Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen vom 4.10.2005)

In den Jahrgängen 5-10 sind den betroffenen SuS geeignete Fördermaßnahmen(innerhalb und außerhalb des Fachunterrichts) anzubieten. Diese sind an der GSG institutionalisiert, vgl. dazu die Angaben unter: "Die Diagnostik und Förderung der Rechtschreibkompetenz an der GSG im Einzelnen"

  1. Die Klassenkonferenz entscheidet nach individuellen sachlichen und pädagogischen Gesichtspunkten, ob der Schüler einen Nachteilsausgleich erhält. Im Allgemeinen stellt die Klassen- oder Deutschlehrkraft den entsprechenden Antrag.

  2. Dafür müssen folgende Voraussetzungenerfüllt sein:
    • Die LRS-Schwäche ist diagnostiziert worden.
    • Der Schüler bekam Fördermaßnahmen angeboten und hat diese genutzt.
  3. Der Nachteilsausgleichkann verschieden gestaltet sein:

    • In den meisten Fällen wird dem Schüler eine Arbeitszeitverlängerung angeboten, damit er die Sprachrichtigkeit überprüfen kann.
    • Bedeutsam ist aber auch die gute Lesbarkeit und Übersichtlichkeit der Arbeits- und Aufgabenblätter.
    • Auch der Einsatz eines Notebooks etc. ist möglich.
  4. Demgegenüber nachrangigsind Abweichungen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und -bewertung. Diese können "in besonders begründeten Ausnahmefällen" von der Fachlehrkraft in Deutsch, ggf. auch in den Fremdsprachen, beantragt werden:

    • Insbesondere in den Fremdsprachen können die mündlichen Leistungen stärker gewichtet werden.
    • Nur für einen befristeten Zeitraum und während der Förderphase (§ 4.1) kann auf die Leistungsbewertung der Sprachrichtigkeit ganz verzichtet werden, damit Fördermaßnahmen überhaupt greifen können. Auch darüber entscheidet die Klassenkonferenz.
    • Diese Abweichung ist in der Dokumentationen der individuellen Lernentwicklung und auf dem Zeugnis, nicht jedoch in Abgangs- und Abschlusszeugnissen, zu vermerken.
  5. Der Beschluss der Klassenkonferenz ist den Erziehungsberechtigten und der Schülerin bzw. dem Schüler schriftlich auf einem Formblatt mitzuteilen, sodass bei Lehrer- oder Schuljahreswechsel die Bescheinigung vorgelegt werden kann und nicht kurzfristig eine neue Konferenz einberufen werden muss bzw. der Nachteilsausgleich nicht beachtet wird.

Entsprechendes gilt auch für SuS der Oberstufe, die in den Klausuren ebenfalls einen Nachteilsausgleich in Anspruch nehmen können. Allerdings ist ausgeschlossen, dass  bei Prüfungsleistungen ein Notenschutz gewährt wird, da sonst der Gleichheitsgrundsatz verletzt wäre.

Aktive Leseförderung

Wir sind eine lesefreundliche Schule und die Leseförderung gehört zu unserem Schulprogramm.Mit unserer Bibliothek halten wir ein vielfältiges Angebot an Büchern, Zeitschriften etc. bereit, das individuell außerhalb und im Rahmen des Unterrichts genutzt werden kann. 

 

Lesen lernt man durch Lesen 

Wir wissen – nicht erst seit PISA - aus vielen Forschungsergebnissen, dass Schülerinnen und Schüler heute zu wenig lesen, und zwar insbesondere zu wenig Bücher, für die man eine längere Aufmerksamkeitsspanne braucht. So haben immer wieder Schüler/innen der höheren Klassen Schwierigkeiten beim zügigen und richtigen Lesen und Verstehen von Texten aller Art, weil sie im lernwichtigen Alter von 6 bis 14 Jahren zu wenig oder gar nicht gelesen haben. Deshalb plagen sie sich später mit Lesestörungen herum, lesen zu langsam, weil der Lesefluss durch Zurückspringen der Augen ständig gestört wird, deshalb können sie Gelesenes nicht wiedergeben oder sind nicht in der Lage, einen Text schnell mit den Augen zu überfliegen, um festzustellen, ob der Inhalt wichtig ist oder nicht. 

 

Wer zügig und richtig lesen kann, lernt erfolgreicher

Für eine erfolgreiche Schullaufbahn und die sich anschließende Lebensbewältigung in Ausbildung und Beruf ist das Lesen von grundlegender Bedeutung und bedarf des erhöhten schulischen Engagements, denn ohne zügiges und genaues Lesen können Schüler/innen in keinem Fach ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten. 

 

Weiterhin wissen wir aus Forschungen zum Medienkonsum von jungen Leuten, dass die Zeit, die mit elektronischen Medien verbracht wird, ständig zunimmt. Dabei geht ein großer Teil der für schulische Inhalte wichtigen Konzentrationsfähigkeit verloren und - schlimmer noch – morgens Gelerntes wird nachmittags und abends durch die Bilderfluten von Fernsehen, Computerspielen und Spielkonsolen gelöscht. Zudem: wer länger als eine Stunde pro Tag vor einem der vielen Bildschirme zubringt, erzielt in der Regel schlechtere Leistungen in nahezu allen wichtigen Fächern und riskiert eine optimale Schul- und Berufslaufbahn. 

 

Die Grundsätze „Lesen lernt man durch Lesen.“ und „Wer zügig und richtig lesen kann, lernt erfolgreicher.“ bestimmen unser Förderprogramm, das auf die Bedürfnisse und Bedingungen der einzelnen Klassen ausgerichtet und in Modulen aufgebaut ist:

Die Lesekompetenz steht als Basiskompetenz im Zentrum des Deutschunterrichts. Die Fünf- Schritt-Lesemethode wird im 5. Jahrgang durch das Fach Deutsch systematisch eingeführt und in allen Fächern geübt. Auch in den weiteren Jahrgängen genießt die Leseförderung besondere Beachtung (vgl. etwa das Langzeitthema: „Der 8. Jahrgang liest“).

Die Leseförderung wird in den Jahrgängen 5 und 6 insofern modularisiert, als jede Lehrkraft die für ihre Lerngruppe geeigneten Förderungsmöglichkeiten umsetzt. Ggf. bietet sich hier auch ein differenziertes Angebot an. Eine Lesediagnostik für jeden Jahrgang von 5 bis 8 (vgl. „Lesestolpertest“, Lese-Olympiade-Test“) ist hierbei hilfreich.

Folgende Module stehen zur Auswahl, wobei mindestens drei in jedem Schuljahr umgesetzt werden:

  • regelmäßige (Vor-)Lesezeiten
  • das Tischbuch
  • Buchvorstellung (z.B. aus dem Kanon; Rezension in Zusammenarbeit mit der Bibi, der Zeitung oder einer Buchhandlung)
  • Antolin
  • Lesen durch Hören (vgl. das Konzept von Gailberger)
  • Lese-Lern-Olympiade
  • regelmäßige „Sehübungen“ (z.B. aus der ‚Lese-Lern-Maschine‘ in der Bibliothek)
  • Einführung in die Stadtbibliothek, besonders im 5.,7.,9. Jg. (jede/r SuS sollte einen Leihausweis besitzen)

Ergänzend dazu bietet sich an:

  • Besuch einer Lesung mindestens einmal im Schuljahr (z. B. im Rahmen der Kinder- und Jugendbuch-Woche, schulinterne Veranstaltungen z. T. in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Zentrum, Märchenerzähler/in)
  • besondere Aktionen: z.B. Lesenacht, „Buch der Woche“, Welttag des Buches, ‚Zu Mittag vorgelesen‘ 

 Bewährte Module können in den folgenden Stufen weitergeführt werden und sind in Jahrgang 7 bzw. 8 zu ergänzen durch:

  • Themenarbeit: verschiedene Bücher zu einem bestimmten Themenschwerpunkt werden gelesen, dazu sind verschiedene Schreibarbeiten, etwa in Form eines Lesetagebuchs, zu bearbeiten; hier ist auch fächerübergreifendes Arbeiten gut möglich
  • Buchempfehlungen verfassen, z.B. für die Homepage der Bibi
  • Projekt ‚Zeitung‘/‘Zeitschriften‘
  • Langzeitprojekt „Der 8. Jahrgang liest“

Die Lesekompetenz umfasst das informierende Lesen, das literarische Lesen, das Lesen diskontinuierlicher Texte (z.B. Diagramme, Fahrpläne, Schaubilder), das Lesen von Bildern und Filmen etc. und ist insofern nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern die Basis von Lernen überhaupt.

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